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Der unterschied zwischen Parkett und Laminat
Hartbeläge wie Laminat, Fertigparkett und Massivholzdielen haben alle ihre eigenen Vor- und Nachteile. Wir nennen sie und stellen verschiedene Verlegemethoden und spezifische Eigenschaften dieser Holzböden vor
Möchten Sie einen Holzboden selbst verlegen, kommen vor allem Laminat, Holzfertigparkett und Massivholzdielen in Frage. Auch ein Furnierboden bietet sich an. Dieser besteht aus einer Holzwerkstoff-Trägerplatte, genauso wie Laminat. Doch statt Fotopapier ziert eine Holzschicht die Oberfläche. Diese dünnen Furniere machen es möglich, auch edle Holzarten zu vertretbaren Paketpreisen anzubieten. Abschleifen lässt sich ein Furnierboden jedoch nicht. Bei Fertigparkett ist dies zumindest einmal möglich, wobei sich der Boden auf Grund der schwimmenden Verlegung stark verwinden und unregelmäßig abgeschliffen werden kann. Mehr auf den folgenden Seiten.
SELBST EXPERTENTIPP
Klick ist nicht gleich Klick
Die schwimmende Verlegung, also die leimfreie Verbindung der einzelnen Dielen durch eine Klickverbindung, ist bei Laminat und Fertigparkett mittlerweile Standard. Die von den verschiedenen Herstellern produzierte Art der Klickverbindung fällt jedoch unterschiedlich aus. Technisch ausgereift und haltbar sind viele Lösungen. Die Methode und der nötige Aufwand bei der Verlegung unterscheiden sich aber. Bei Klickverbindungen, die ohne zusätzliches Werkzeug verlegt werden können, besteht keine Gefahr, dass Sie das Verbindungsprofil beim Verlegen beschädigen -

das bedeutet für Sie zusätzliche Sicherheit und ein perfektes Ergebnis. Meist sind diese Böden auch schneller zu verlegen. In jedem Fall sollten Sie genau wissen, wie die Verlegung funktioniert, und das evtl. notwendige Verlegewerkzeug zur Hand haben. Daher rät der Experte: Lassen Sie sich die unterschiedlichen Verlegeschritte von Ihrem Fachverkäufer vorführen und probieren Sie die Klickverbindung vor dem Kauf Ihres Bodens selbst aus.
Laminatboden
Preiswerter und pflegeleichter als Parkett und Dielen, aber kühler und rutschiger, außerdem nicht schleifbar. Der Aufbau lässt dafür geringe Schichtdicken zu: 6-9 mm sind die Regel - praktisch beim Renovieren
Laminat ist preiswerter als ein optisch vergleichbarer Echtholzboden: Mehr als 30 Euro/m² zahlt man selten, rund 10 Euro sollten es für einen ordentlichen Boden aber schon sein. Der Grund für den niedrigen Preis liegt im Aufbau: Holzwerkstoffplatte, Fotopapier und Harzversiegelung sind grob gesagt die Zutaten für einen Laminatbelag. Echtes Holz, das Böden teuer macht, ist kaum vorhanden - sieht man von den verleimten Hackschnitzeln ab,
die die Trägerplatte bilden, meist HDF (hochdichte Fasern). Nicht jeder Hersteller hat dabei dasselbe Produktionsverfahren: Mittels Druck, zum Teil im Durchlauf, und Temperatur oder vereinzelt auch mittels Elektronenstrahlen (EPL) werden die bedruckte Oberseite und das Harz aufgebracht und gehärtet. Je nachdem, wie aufwendig dieser Prozess verläuft, entstehen Laminatbeläge mit sechs unterschiedlichen Nutzungsklassen (siehe Kasten unten). Beachten
Sie aber auch die angegebenen Abriebklassen: Mindestens AC 3, besser AC 4 oder AC 5 sollte der Boden erfüllen. Vorsicht, Trittschalldämmung: Produkte mit aufkaschierter Dämmunterlage erzielen nicht grundsätzlich geringere Raumschallwerte als ein Laminat mit separat ausgelegter Schaumstoffoder Rollkorkunterlage. Aber die Verlegung gelingt schneller und nervenschonender, da dabei nicht ständig die Unterlage verrutscht.
SELBST PRAXISTIPP
Welcher Boden für welchen Raum?
Sechs Beanspruchungsklassen sieht die EU-Norm für Laminatböden vor. Je höher die angegebene Zahl, desto größerer Belastung hält das Laminat stand. Weiter klassifi ziert die Norm den Belag grob nach privater und gewerblicher Nutzung:
Klasse 21: gering genutzt, Schlafzimmer
Klasse 22: mäßig genutzt, Wohn-/Essraum
Klasse 23: stark genutzt, Treppe/Flur
Klasse 31: gering genutzt, Hotelzimmer
Klasse 32: mäßig genutzt, Büro/Boutique
Klasse 33: stark genutzt, Schule/Kaufhaus
SCHON GEWUSST?
Prüfzeichen
CELQ steht für Certified European Laminate Quality.
Unabhängige Prüfinstitute testen das Laminat z. B. auf Abriebfestigkeit, Passgenauigkeit und vieles mehr.
Über 60 zertifizierte Laminatböden sind im Handel erhältlich.
Mehr Infos unter: www.celq.net
SELBST PRODUKTINFO
Oberflächen-Vielfalt
Da aufgezogenes Fotopapier die Optik von Laminatböden bestimmt, ist jedes Dekor denkbar. Holzimitate sind dabei nur eine Möglichkeit, ebenso werden Fliesen, Naturstein oder Fantasiemuster angeboten, mittlerweile auch mit tastbaren Strukturen.
SELBST PRAXISTIPP
Schadensstellen
Ein Laminatboden kann im Gegensatz zu Holzbelägen nicht abgeschliffen werden. Sind einmal Kratzer darin, lassen sie sich nur eingeschränkt mit Laminatreparaturpaste ausbessern. Entsprechend hochwertig sollte er gefertigt sein.
Holzfertigparkett
Im Gegensatz zu Laminat bildet hier Holz statt Kunststoff die Oberfläche. Bei Gesamtstärken von 12-14 mm erlauben Nutzschichten von 2,5-4 mm sogar einen kompletten Abschliff, punktuelle Ausbesserungen sowieso
SELBST PRAXISTIPP
Parkettformate und -strukturen

Die Oberfläche eines Schiffsboden-Elements besteht aus mehreren zusammengefügten Holzelementen. Man hat so den Eindruck, als ob kleine Parkettstäbe aufwendig verlegt worden seien.

Der Deckbelag eines jeden Elements besteht aus einer einzigen durchgängigen Holzschicht. Das wirkt vor allem auf großen Flächen ruhiger als ein Schiffsboden.

Vielfältige Farbnuancen und sehr unterschiedliche Strukturen derselben Holzart sorgen für eine sehr lebendige Oberfläche. Hiermit steht eher der Boden als die Möbel im Vordergrund.

Bei Landhausdielen noch mehr, bei Schiffsboden etwas weniger: Eine ruhige Sortierung mit harmonischen Strukturierungen und feinen Farbnuancen sorgt für eine gleichmäßige Bodenoptik.
Fertigparkett gibt es in allen gängigen Holzarten. Der Holzfarbton wird heute aber nicht mehr allein durch die Holzart bestimmt. Endbehandeltes Fertigparkett hat es mit sich gebracht, dass die Hersteller nicht nur Klarlack oder transparentes Öl oder Wachs auftragen, sondern auch Kalk oder schwarzen Lack. So kann robustes Eichenholz sowohl weißlich als auch schön dunkel aussehen. Neben Holzart und Farbton spielen die Anordnung der Holzschicht, die Sortierungen und die
Fugen eine optische Rolle. So werden Elemente mit abgerundeten Kanten angeboten. Dadurch entstehen leichte Vertiefungen, oft als Fugenfase bezeichnet. Der Boden sieht dann nicht mehr so glatt aus und wirkt natürlicher. Nachteil: In solchen Fugen sammelt sich leichter Schmutz, der schwerer entfernt werden kann als auf glatter Fläche.
Bei der Verlegung gilt: Der Unterboden muss trocken, eben und sauber sein. Unebenheiten von mehr als 3 mm müssen ggf. mit Nivellierspachtelmasse
ausgeglichen werden, sonst kann sich das Parkett (gleiches gilt für Laminat) später so stark verwinden, dass es an den Fugen auseinandergeht oder irgendwo reißt. Wenn man von Untergründen wie Gussasphalt, Trockenestrich und Holz(werkstoff) absieht, empfiehlt sich stets die Verlegung einer etwa 0,2 mm starken PE-Folie. Sie schützt den Boden vor aufsteigender Feuchtigkeit. Die Folienbahnen sollten mindestens 20 cm überlappen und mit Klebeband verbunden werden.
SELBST PRAXISTIPP
Klicksysteme zur leimlosen Verlegun
SCHRÄG
Viele Hersteller bieten Elemente an, die sich schräg ineinander fügen lassen. Die leimlose Verlegung wird durch Klicksysteme ermöglicht, ob durch zugekaufte oder selbst entwickelte wie z. B. Uniclic von Unilin oder Automatic-Click von Parador. Letzteres hat den Vorteil, dass nicht nur die Längsseiten, sondern mit einem Klick auch die Stirnseiten verriegelt werden - anlegen, herunterdrücken, fertig. Bei vielen Systemen müssen die Stirnseiten mit Hammer und Schlagklotz zusammengefügt werden. Letztlich gibt es sogar bei manchen Elementen mit der gleichen Klickverbindung Unterschiede: Maßtoleranzen bei Fertigung, Holzgüte, Lagerung, Transport können die Gründe sein. Allgemein kann man sagen:
VORTEILE
Relativ einfach zu verlegen und wieder aufnehmbar
NACHTEILE
Zum Einhebeln braucht man Höhe, unter Heizkörpern, Treppen oder ausgesägten Zargen z. T. nicht gegeben
WAAGERECHT
Neben der schrägen Klickmethode gibt es die waagerechte. Manche Hersteller bieten auch beides an bzw. manche Klickverbindung ermöglicht das waagerechte und schräge Zusammenfügen. Wie auch immer sich die Verbindungen nennen, zum waagerechten Klicken benötigen Sie häufi ger Hammer und Schlagklotz, um die Elemente an Längs- und Stirnseiten zusammenzufügen. Das muss nicht aufwendiger sein, als Elemente mittels schräger Klickverbindung einzuhebeln, vor allem wenn Sie hierbei sowieso noch die Stirnseiten zusammenklopfen müssen. Unsere Erfahrung auch hier: die Fertigungsgüte muss stimmen. Bei gleicher Holzart und Nutzschichtstärke ist der deutlich billigere Boden oft schlechter zu verlegen.
VORTEILE
Sehr feste Verbindung, auch unter Heizkörpern, Treppen etc. einfach zu verlegen
NACHTEILE
Oft Hammer und Schlagklotz nötig, nicht schadlos aufnehmbar
Techniken der Verlegung
Die Verlegung von Laminat und Fertigparkett ist vergleichbar: Standard sind Klickverbindungen, die eine leimlose Verarbeitung ermöglichen, zum Teil sogar ohne Hilfe von Hammer und Schlagklotz. Hier drei Varianten
1 Längs- und Stirnseiten schlagen

Hierbei setzt man ein Element waagerecht an ein liegendes an und fügt sie mit Hammer und Klotz zusammen

Die Stirnseiten sollten dabei dicht beieinander liegen, damit beim anschließenden Zusammenklopfen ...

... der Stirnseiten kein allzu großer Abstand überwunden werden muss. Oft bieten Hersteller Spezialschlagklötze an
2 Längs- und Stirnseiten klicken

Manche Beläge lassen sich ohne Schlagklotz und Hammer zusammenfügen, z. B. Automatic-Click von Parador. Element ...

... schräg von oben mit Stirn- und Längsseiten dicht an ein liegendes ansetzen und nach unten drücken

Stirn- und Längsseiten greifen gleichzeitig mit zwei "Klicks" ineinander, und es entsteht direkt eine ebene Oberfläche
3 Längsseiten klicken, Stirnseiten schlagen

Bei vielen Böden setzt man ein Element schräg an ein liegendes an und hebelt es mit leichtem Druck nach vorne ...

... und von oben längs ein. Die Stirnseiten muss man dabei häufig mit Hammer und Schlagklotz zusammenfügen

Bei Parkett geht das oft schwerer als bei Laminat, dessen Träger nicht aus Holz, sondern Holzwerkstoff besteht
Massivholzdielen und Verlegetechniken
Fertigparkett wird als Echtholzboden bezeichnet. Das ist natürlich nicht falsch, aber durch und durch aus einem Material ist nur Massivholz
Massivholzdielen sind nicht billig. Sparfüchsen sollte aber bewusst sein: Ein preiswerter Holzboden mit weniger als 1 mm Nutzschicht (Furnierboden) ist ggf. nach zehn Jahren abgenutzt und muss entfernt werden. Auch höherwertiges Holzfertigparkett mit 2-4 mm Nutzschicht lässt sich nur eingeschränkt abschleifen. Dennoch kostet manches Fertigparkett mehr als eine Massivholzdiele. Entscheidend hierfür ist die Holzart: Eine dünne Schicht Kirsche kann genauso teuer sein wie eine dicke Schicht Kiefer. Bezogen auf Massivholzdielen, die durch und durch aus demselben Holz bestehen, kostet Kiefer ca. 30
Euro/m² und Kirsche 140 Euro/m² - unbehandelt. Bei endbehandelten Dielen kommen noch einmal rund 10 Euro/m² hinzu. Das wiederum ist nicht viel, denn wer den Boden selbst versiegelt, braucht eine Menge Lack oder Öl sowie Zeit zum Auftrag und zur Trocknung. Unsere Empfehlung für Eigentümer, die es sich leisten können: Endbehandelte Massivholzdielen, fest mit dem Untergrund verklebt oder verschraubt oder aber schwimmend auf spezieller Klebematte fi xiert (siehe Verlegevarianten unten). Wer aus Kostengründen doch Holzfertigparkett wählt, muss zwischen edler Holzart und Nutzschichtdicke abwägen.

Dielen lassen sich gut auf Holzkonstruktionen schrauben, entweder auf Lagerhölzer (s. oben) oder Bodenverlegeplatten.
VORTEILE: Zwischen Lagerhölzer lassen sich Dämmmatten klemmen (auf mineralischem Untergrund dann erst eine PEFolie auslegen). Die Decke lässt sich problemlos gegen Kälte und Schall dämmen.
NACHTEILE: Wegen der ca. 40 mm starken Lagerhölzer erzielen Sie deutlich mehr Aufbauhöhe als bei den rechts beschriebenen Verlegemethoden. Auch benötigen Sie mehr Zeit zum Verlegen. Und: Holz arbeitet, Nägel/Schrauben werden locker, die Konstruktion verwindet sich - Knarzgeräusche folgen.

Topfebene Untergründe sind die Voraussetzung für eine feste Verklebung der Dielen. Außerdem benötigen Sie geeigneten Klebstoff. Am besten folgen Sie dem Rat des Dielenherstellers. Wir empfehlen tendenziell elastische Parkettkleber, zum Beispiel 1-komponentigen Polyurethanklebstoff.
VORTEILE: Sie erhalten eine sehr geringe Aufbauhöhe, ein solides Laufgefühl - alles ist fest, nichts schwingt - und erzielen einen geringen Raumschall.
NACHTEILE: Liegen die Dielen nicht absolut hohlraumfrei auf und war der Klebstoff ungeeignet oder falsch verarbeitet, können Dielen reißen und sich lösen.

Relativ neu ist die leimlose, schwimmende Verlegung von Massivholzdielen. Hier müssen Sie bloß eine Trittschallunterlage ausrollen (bei mineralischen Untergründen vorher noch eine PE-Folie) und die Spezialdiele wie modernes Fertigparkett oder Laminat einfach zusammenklicken.
VORTEILE: Sie erhalten eine geringe Aufbauhöhe (Dielenstärke zzgl. 2-3 mm Trittschallmatte), und die Verlegung geht schnell und einfach.
NACHTEILE: Ein schwimmend verlegter Boden liegt nicht so fest und satt auf wie ein akkurat verklebter. Und gibt die Dämmunterlage im Laufe der Zeit nach, verschlechtern sich Raum- und Trittschall.
1 Dielen verschrauben

Beim Verschrauben auf Bodenverlegeplatten die Stirnseiten stets verleimen

Dielen erst an der Wandseite von oben senkrecht, dann Richtung Raum schräg ...

... verschrauben. Längsseiten mit Hammer und Schlagklotz zusammenfügen
2 Dielen verkleben

Parkettkleber abschnittsweise mit Zahnspachtel auftragen, erste Dielenreihe ...

... mit der Nutseite zur Wand einlegen. Folgende Elemente längs-/stirnseitig ...

... zusammenfügen. Fläche beschweren, bis der Kleber abgebunden hat

Statt einer herkömmlichen Trittschallunterlage wird eine spezielle Schaumstoffmatte aus Polyethylen ausgelegt. Diese weist eine Klebeschicht an der Oberseite auf, die mit einer abziehbaren Folie versehen ist.
VORTEILE: Sie erhalten eine geringe Aufbauhöhe (Dielenstärke zzgl. 2 mm Matte) sowie gute Raum- und Trittschallwerte - Matte und Dielen liegen satt auf. Da die Matten, mit denen die Dielen verklebt werden, elastisch sind und mitarbeiten, wird eventueller Rissbildung der Dielen vorgebeugt.
NACHTEILE: Relativ teuer: Zum Dielenpreis addieren sich ca. 15 Euro/m² für die
Elastilonmatte.

Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine schwimmend verlegte Variante, jedoch im klassischen Sinn: Wie früher bei Holzfertigparkett werden die Dielen an Nut und Feder verleimt. Vergleichbar der schwimmenden, leimlosen Verlegung braucht man jedoch eine spezielle Diele, die auftretende Spannungen ausgleicht und Rissen vorbeugt.
VORTEILE: Geringe Aufbauhöhen (Dielenstärke zzgl. 2-3 mm Trittschallmatte), die Verlegung ist relativ einfach.
NACHTEILE: Im Vergleich zu verklebten Böden weniger "sattes Gehgefühl"; gibt die Dämmunterlage nach, schlechterer Raum- und Trittschall.

Bei dieser schwimmenden Verlegung fixiert man die Dielen mittels Klammern oder mit speziellen Gurten, die jeweils unter den Dielen angebracht werden und diese zusammenhalten. Im Gegensatz zu Stahlklammern gleichen Gurte eventuelle Spannungen im Boden jedoch aus.
VORTEILE: Sie erhalten geringe Aufbauhöhen (Dielenstärke zzgl. 2-3 mm Trittschallmatte bzw. Gurtsystem/Klammern).
NACHTEILE: In die Verlegung muss man sich einarbeiten. Und die Auflage wird punktuell erhöht - wie auch immer man die Dämmunterlage auslegt, die Dielen liegen nicht satt auf (negativ für Tritt-/Raumschall).
Fußbodenheizung
So unproblematisch wie Fliesen verhalten sich Holzböden auf einer Fußbodenheizung nicht. Holz- und Verlegeart spielen eine wichtige Rolle
TRITTSCHALL- MATTEN/ BODENBELAG |
STÄRKE IN mm |
WÄRMEDURCH- LASSWIDER- STAND m²K/W* |
WÄRMELEITFÄ- HIGKEIT W/(mK)** |
| Schaumstoff |
2 |
0,050 bis 0,065 |
0,040 bis 0,044 |
| Wellpappe |
2,5 |
0,040 |
0,063 |
| Rollkork |
2 |
0,041 |
0,049 |
Kautschuk- Spinnvlies |
3 |
0,038 |
0,079 |
Mosaik- Parkett (Eiche) |
8 |
0,038 |
0,21 |
Stab-Parkett (Eiche) |
22 |
0,105 |
0,21 |
| Fertigparkett (Kork) |
11 |
0,129 |
0,09 |
| Laminat |
9 |
0,05 |
0,17 |
Ca.-Beispielwerte: * Je niedriger, desto besser; ** je höher, desto besser
Meistens lässt sich ein Holzboden auf einer Warmwasserfußbodenheizung verlegen. Dennoch sollte man im Einzelfall auf Hinweise des Herstellers achten. Problematisch ist die Verlegung auf elektrischen Heizmatten, da diese oft zu heiß werden - die Oberfl ächentemperatur sollte nicht über 28 °C liegen. Grundsätzlich muss Ihnen klar sein, dass ein Holz(werkstoff)boden die Wärme nicht so gut durchlässt wie zum Beispiel dünne Kunststoff- oder Linoleumrollenware, vor allem, wenn er schwimmend verlegt ist. Mit Abstand den geringsten Wärmedurchlasswiderstand und die höchste Wärmeleitfähigkeit haben jedoch Fliesen und Natursteinbeläge. Hier müssen Sie die Fußbodenheizung also weniger stark aufdrehen. Wollen Sie einen Holzboden, sollten Sie auch die Holzart berücksichtigen: Ahorn und Buche neigen auf einer Fußbodenheizung eher zur Rissbildung als z. B. Eiche, Kirsche, Nussbaum, Merbau oder Bambus. Risse entstehen ebenfalls eher auf lackversiegelten als auf geölten Oberfl ächen. Jedoch ist Rissbildung bei Fertigparkett, das aus mehreren Schichten besteht, weniger ein Problem als bei Massivholzböden, die durchgängig aus ein und demselben Holz bestehen.
LAMINATBODEN
Auf die Unterseite der zwischen etwa 6 und 9 mm dicken Laminatbeläge ist heutzutage meist eine Trittschalldämmung kaschiert. In diesem Fall können Sie sich bezüglich der Fußbodenheizung an den angegebenen Wärmedurchlass-
widerständen orientieren. Bei Laminat liegen sie meist zwischen 0,05 und 0,10 m²K/W. Bei einer separaten Trittschallunterlage muss deren Wärmedurchlasswiderstand einbezogen werden - je kleiner der Wert, desto günstiger.
FERTIGPARKETT
Der Wärmedurchlasswiderstand von Fertigparkett fällt oft größer aus als bei Laminat oder Furnierboden; er liegt zwischen 0,10 und 0,15 m²K/W. Angaben wie "Fußbodenheizung sollte nur als Zusatzheizung verwendet werden" sind mit Vorsicht zu genießen. Nur Fertigparkett verwenden, bei dem der Hersteller darauf hinweist, dass es sich zur Verlegung auf Warmwasser-
fußbodenheizung eignet. Stets Wärmedurchlasswiderstand der separaten Trittschalldämmung beachten.
MASSIVHOLZBODEN
Massivparkett wird mit dem Untergrund verklebt. Der Wärmedurchlass ist dadurch etwas besser als bei schwimmender Verlegung. Wer Dielen auslegen will, sollte sie ebenfalls fest verkleben. Die Montage auf Kanthölzern funktioniert nicht, da zuviel Wärme verloren ginge. Auch die Gesamtstärke des Belags spielt eine Rolle - je dicker, desto ungünstiger. Hölzer wie Eiche oder Kirsche eignen sich auf Grund ihres Quell-/Schwindverhaltens besser als Buche oder Ahorn.